

Shattered Sinnoh
Folgen des Großen Kriegs
Der große Krieg hat zwar in der gesamten Pokémon-Welt seine Spuren hinterlassen, doch Sinnoh ist als Verlierermacht mit am Meisten davon betroffen. Insbesondere die Bomben haben großen Schaden an Natur und Zivilisation angerichtet; hinzu kommen hohe Auflagen und Repressalien durch die KJH-Regionen an Sinnoh.
Politik und Wirtschaft
Oberflächlich betrachtet kann das System in Sinnoh durchaus als Demokratie bezeichnet werden - jede Stadt hat einen Bürgermeister und einen Bürgerrat, Angelegenheiten, die ganz Sinnoh betreffen, werden vom Regionsrat in Capitol City behandelt. Allerdings steht gesamt Sinnoh, aber insbesondere die Regierung, unter der ständigen Überwachung und Kontrolle von den KJH-Regionen. So muss jeder Sitzung von Bürger- und Regionsrat ein Protokollant der KJH-Regionen vorsitzen. Von einer Gleichberechtigung Sinnohs gegenüber den KJH-Mächten kann also noch lange nicht die Rede sein.
Auch die Wirtschaft Sinnohs hat unter den Repressionen der KJH-Regionen sehr gelitten. Ein Großteil der Industrie wurde nach dem Krieg abgebaut, ein Großteil der Kohle, die noch in Erzelingen abgebaut wird, wird verschifft. Dafür ist die Agrarindustrie umso stärker und mittlerweile zu einem Hauptarbeitgeber Sinnohs geworden. Gewaltige Gewächshäuser und Lager prägen die Landschaft, da durch den ewigen Winter die ursprünglichen naturbelasseneren Anbaumethoden so gut wie unmöglich geworden sind.
Natur und Klima
Nachdem die Bomben, die den Krieg beendeten, über Sinnoh niedergegangen waren, schlossen die KJH-Mächte mithilfe der Wetter-Legenden Sinnoh unter einem sogenannten "Atmosphären-Dom" ein, um ein Austreten der Strahlung und dem damit verbundenen sich rasch ausbreitenden Winter zu verhindern. Seitdem herrscht in Sinnoh ein nuklearer Winter, von dem bisher kein Ende abzusehen ist. Nur selten scheint die Sonne, häufiger ist bewölktes Wetter oder Schnee. Die Stürme, vor allem in der kältesten Zeit des Jahres, sind oft fatal.
Viele Pokémon-Populationen sind stark geschrumpft. Das Großmoor ist vollkommen zugefroren, sodass viele Pokémon, die ursprünglich dort lebten, in umliegende Gebiete abgewandert sind. Andere Pokémon-Arten haben sich den unwirtlichen Bedingungen angepasst (siehe Über Pokémon). Es ist jedoch nicht zu verleugnen, dass die Strahlung in der Luft Menschen wie Pokémon schadet. Kränklichkeit und allgemeine Schwäche sind diese Tage keine seltenen Anblicke, ebenso wenig wie erhöhte Krebsraten.

Auflagen der KJH-Regionen (Auszug)
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Vollständige Demilitarisierung Sinnohs. Sinnoh darf kein eigenes Militär und keine eigene Exekutive haben. Stattdessen verbleibt ein Teil des Militärs der KJH-Regionen als Exekutive in Sinnoh.
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Sinnohs Industrie unterliegt einer strengen Überwachung durch die KJH-Regionen.
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Sinnoh hat weiterhin Reparationszahlungen an die KJH-Regionen zu zahlen. Wann diese beendet sind, bestimmen die KJH-Regionen
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Bürger Sinnohs dürfen maximal vier Pokémon besitzen.
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Außer in Ausnahmefällen, welche schriftlich mit langer Vorlaufszeit zu beantragen sind, herrscht für die Bürger Sinnohs Ausreiseverbot. Einreisen nach Sinnoh werden streng überwacht.
Gesellschaft
Auch fünfzig Jahre nach dem Krieg ist die Stimmung innerhalb der Gesellschaft immer noch gedrückt, viele gerade ältere Sinnoher weigern sich, überhaupt über den Krieg zu sprechen. Nach außen, besonders Fremden und Leuten der KJH-Regionen gegenüber, sind sie im Allgemeinen mürrisch und misstrauisch, was bei den Repressionen jedoch kein Wunder ist. Zwar ist Sinnoh mittlerweile soweit stabil, dass eigentlich jeder eine einigermaßen gesicherte Lebensgrundlage hat, aber dennoch gibt es eine tiefe Kluft zwischen Arm und Reich.
Zu den Rechten der Frau muss man sagen, dass gerade durch den Krieg und die Abwesenheit der Männer es durchaus zu einer gewissen Gleichberechtigung gekommen ist. Zwar gibt es durchaus Menschen, die den Platz der Frau noch hinter dem Herd sehen, aber im Allgemeinen ist es kein Problem für Frauen, zu arbeiten oder zu studieren. Mit den Rechten von homosexuellen und transsexuellen Menschen ist man jedoch noch lange nicht so weit. Es gibt zwar keine offene Verfolgung durch den Staat, aber die gesellschaftliche Feindseligkeit gegenüber diesen Gruppen ist weiterhin ungebrochen enorm.